Schritt für Schritt zum eigenen Online-Shop

Thomas Nothelfer
geschrieben von: Thomas Nothelfer
am: 17. Juni 2015
agenturleben / allgemein, e-commerce, marketing, mobile, seo, web

Dass der Online-Handel heutzutage immer wichtiger wird, ist ja kein Geheimnis. Daher überrascht es umso mehr, dass immer noch jedes dritte Unternehmen seine Produkte ausschließlich stationär verkauft. Sie zählen zu dieser Gruppe? Dann wäre es möglicherweise eine Überlegung wert, etwas Zeit und Geld in einen eigenen Onlineshop zu investieren und so Ihren Kundenkreis zu erweitern.

Einen Webshop kann theoretisch jeder ins Leben rufen – aber ob dieser in Bezug auf Qualität und Ästhetik den hohen Ansprüchen der Kunden gerecht wird, bleibt fragwürdig. Deshalb sollte man sich genau überlegen, wie und mit wem man sein Vorhaben in die Tat umsetzt.

Schritt für Schritt zum eigenen Online-Shop

Schritt für Schritt zum eigenen Online-Shop – fotolia.com – ©mikkolem

Geschäftspartner suchen

Während manche beschließen, Ihren Online-Shop ganz alleine auf die Beine zu stellen, ist für andere „Suchmaschinenoptimierung“ ein Fremdwort und Programmierung ein Rätsel. Für wen man sich also entscheidet, um das Projekt „Webshop“ in Angriff zu nehmen, kommt darauf an, welches technische Know-how und wie viel Zeit man bereit ist, zu investieren.

➟ Auf eigene Faust
Gerade viele Menschen der jüngeren Generation sind mit Computern aufgewachsen und im Umgang mit dem Internet durchaus geübt. Abgesehen davon stellt das Eröffnen einer eigenen Internetpräsenz mit Online-Shop heute kein großes Problem mehr dar. Um erfolgreich Produkte im Web zu verkaufen, bedarf es jedoch nicht nur eines sicheren Umgangs mit einem Shop-System (Magento, Oxid oder Presta), sondern auch genügend Zeit, um sich neben dem Betreiben des stationären Handels auch noch auf das Aktualisieren des Online-Shops und den Versand der Ware konzentrieren zu können. Und der Herausforderung, all diese Aufgaben alleine zu stemmen, werden wohl die wenigsten gewachsen sein.

➟ Mit einem Geschäftspartner
Um das Problem der Überforderung zu umgehen, bietet es sich an, die Sache mit dem Online-Vertrieb einem vertrauenswürdigen Partner zu überlassen. Da sich auf diese Weise einer, wie schon bisher, um den Laden kümmert, beschäftigt sich der andere mit der Präsentation und dem Versand der Ware. So können stationärer und Online-Handel unabhängig voneinander betrieben und dadurch besser kontrolliert werden.
Dieser Partner kann ein Bekannter oder ein Freund sein – Hauptsache, er hat Ahnung in Sachen Internetpräsenz und Webseiten-Gestaltung. Sicherer ist es jedoch, sich einen Experten aus einer Werbeagentur ins Boot zu holen, der helfen kann, eine professionelle Webseite zu erstellen.

Vorbereitungen treffen

  • Produkte auswählen
    Wenn man sich nun fragt, welche Produkte man in seinem neuen Online-Shop anbieten will, sollte man den Grundsatz „Weniger ist mehr!“ bedenken. Die Auswahl sollte also etwas beschränkt werden (am besten auf die spannendsten und individuellsten Produkte). Statt das volle Sortiment anzubieten, setzen Sie auf der Webseite lieber gezielte Hinweise auf Ihren stationären Handel und locken so mehrere Kunden in den Laden.
  • Versandoptionen kalkulieren
    Bevor Sie mit Ihrem Shop online gehen, sollte feststehen, wie die Ware später versandt wird und welchen Preis Sie dafür berechnen wollen. Außerdem sollte Verpackungsmaterial bereit liegen.
  • Rechtliche Auflagen beachten
    Um später keine Schwierigkeiten zu bekommen, ist es wichtig, beispielsweise die Allgemeinen Geschäftsbedingungen korrekt zu beschreiben, sowie Zahlungs- und Versandoptionen gut sichtbar anzugeben.
  • Aufmachung optimieren
    Wer einen Online-Shop hat, braucht auch ein Logo. Am besten natürlich eins, das zum Image des Unternehmens passt. Auch die Farbgebung und Schriftwahl sollte das Produkt widerspiegeln und die jeweilige Zielgruppe ansprechen. Um die Ware optimal zu präsentieren, müssen auch die Produktfotos professionell und in guter Qualität aufgenommen sein.

Plattform auswählen

Und nun zur Frage aller Fragen: Wie und wo verkaufe ich denn nun meine Produkte online? Das hängt ganz von Ihrem technischen Know-how, dem zur Verfügung stehenden Budget und der investierten Zeit ab.

➟ Auf einem Online-Marktplatz
Ohne Zweifel die einfachste Methode – denn Plattformen wie Ebay oder Amazon nehmen einem die lästige Arbeit des Erstellen eines Onlineshops gerne ab. So können ganz einfach die Produktbilder mit Beschreibung hochgeladen werden und danach läuft alles wie von selbst.
Wie immer, gibt es aber leider auch Nachteile: weil man ja bekanntlich im Leben nichts geschenkt bekommt, verlangen Online-Marktplätze für jedes verkaufte Produkt eine Provision. Außerdem ist hier eine individuelle Präsentation der Produkte nahezu unmöglich.

➟ Onlineshop mit Webseiten-Vorlage
Für alle, die selbst Hand anlegen wollen, jedoch noch eine kleine Hilfe benötigen, gibt es spezielle Seiten, die Webseiten-Vorlagen zur Verfügung stellen. So können zwar Designs ausgewählt, müssen aber nicht selbst entworfen werden. Dieser Service ist meist kostenlos. Zusätzlich können aber noch gewisse Extras wie eine eigene Internetadresse erworben werden.

➟ Individuell gestalteter Webshop
Um einen Online-Shop komplett frei und ohne Vorlagen zu erstellen, ist ein besonders großes technisches Know-how notwendig. Ist dieses nicht vorhanden, sollte unbedingt ein Profi zurate gezogen werden. Natürlich muss dafür ein etwas größeres Budget eingeplant werden, aber meistens lohnt es sich, in eine suchmaschinenoptimierte und optisch ansprechende Webseite zu investieren. Denn ein Profi ist natürlich besser in der Lage, Ihre Produkte perfekt in Szene zu setzen und weiß, was bestimmte Kundengruppen anspricht.

Kundenstamm aufbauen

Wer einen Laden hat, der hat vermutlich auch einige Stammkunden. Da diese aber selbstverständlich nichts von dem neuen Online-Shop ahnen, ist es sinnvoll, sie darüber zu informieren. So festigen Sie möglicherweise die Bindung zu bestehenden Kunden und gewinnen mit etwas Werbung noch weitere dazu.

  • Service bieten
    Um Kunden an sich zu binden, ist es notwendig, ihnen etwas zu bieten, das Sie als Unternehmen einzigartig macht. Stellen Sie den Kunden auf der Webseite beispielsweise eine Info-Hotline zur Verfügung, werden diese Ihnen aufgrund der guten Beratung mit Sicherheit treu bleiben. Abgesehen davon ist es wichtig, dass der Online-Shop übersichtlich und einfach zu handhaben ist.
  • Social Media nutzen
    Soziale Netzwerke sind schon lange keine nebensächliche Beschäftigung mehr, sondern für viele Firmen bereits die wichtigste Werbeplattform, die das Internet derzeit zu bieten hat. Es gibt tatsächlich Unternehmen, die mit Facebook die Hälfte ihres Umsatzes machen. Und warum? Weil über Facebook genau die richtige Zielgruppe erreicht und produktspezifisch beworben werden kann. Und das Beste – das Ganze ist auch noch kostenlos!

Es ist richtig, dass das Betreiben eines Online-Handels viel Arbeit mit sich bringt. Dafür kann es sehr rentabel sein und helfen, sich gegen die ständig wachsende Konkurrenz durchzusetzen. Denn nirgends ist es leichter als im World Wide Web, seinen Kundenstamm zu erweitern.

 

 

Deine Meinung zu diesem Artikel ist uns wichtig! Schreib einen Kommentar und lass uns und andere wissen, was du denkst.

Loading Facebook Comments ...

hinterlasse einen kommentar

deine e-mail-adresse wird nicht veröffentlicht

benachrichtige mich über nachfolgende Kommentare.

notwendig
deine e-mail-adresse wird nicht veröffentlicht