Hervorragende Drucksachen: Sicherer Umgang mit Farben

Thomas Nothelfer
geschrieben von: Thomas Nothelfer
am: 8. März 2016
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Für viele Auftraggeber wirkt der erste Kontakt mit den Drucksachen, die sie von ihrer Agentur oder ihrem Freelancer erhalten, ernüchternd. Die Farbqualität entspricht nicht annähernd dem, was man auf der Monitorversion freigegeben hatte. Wer nicht auf professionelle Grafiker vertraut, hat dieses Problem praktisch immer. Allerdings gibt es einige Schritte für den sicherem Umgang mit Farben, die man unternehmen kann, um dieser Schwierigkeit vorzubeugen. Auftraggeber sparen sich so den Frust und die Agenturen oder Freiberufler steigern ihre Chancen, dass sich der Kunde mit einem neuerlichen Auftrag wieder an sie wendet.

 

Hervorragende Drucksachen: Sicherer Umgang mit Farben – Fotolia © Artur Marciniec

Hervorragende Drucksachen: Sicherer Umgang mit Farben | bild: Fotolia © Artur Marciniec

Die Rolle des Papiers

Die Farbdarstellung auf Drucksachen ist ganz wesentlich vom gewählten Papier abhängig. Grundsätzlich unterscheidet man ein offenporiges Papier, das von Profis auch als  „ungestrichen“ bezeichnet wird, und ein glattes bzw. „gestrichenes“ Papier. Letzteres wird gerne für Flyer verwendet und saugt die Farben weniger auf. Das ungestrichene Papier wird mit Vorliebe für Visitenkarten und Briefbögen eingesetzt. Grundsätzlich gilt: Die Farbintensität wirkt auf gestrichenem Papier in der Regel besser.

Tipp: Proofs erstellen lassen

Wer immer mit Drucksachen arbeitet, sollte aufgrund der Unterschiede in der Papierqualität sogenannte „Proofs“ erstellen lassen. Es handelt sich dabei um Musterbögen, mit denen die Farbqualität verbindlich simuliert werden kann. Auftraggeber schätzen die Proofs in aller Regel sehr, weil sie eine gewisse Produktionssicherheit gewährleisten.

Farben des Monitors vermessen lassen

Wer sichergehen möchte, dass Monitorversion und Drucksache möglichst ähnlich sehen, kann die Farben des eigenen Monitors vermessen lassen. Technisch ist der Aufwand für diese „Farbprofilierung“ allerdings sehr hoch. Wer möchte, kann deshalb alternativ auch ein Monitorprofil von einem Experten erstellen lassen. Die Kosten sind überschaubar und für Kreative, zu deren Arbeitsalltag es gehört, dass aus ihren Entwürfen Drucksachen entstehen, lohnt sich ein solcher Schritt in jedem Fall.

Tipp: Kostenlose Programme verdeutlichen den Mehrwert eines Monitorprofils

Es gibt im Internet einige kostenlose Programme, bei denen man die eigene Monitordarstellung testen lassen kann. Der Unterschied vor und nach der Einrichtung des Monitorprofils fällt so sehr deutlich auf.

Darüber hinaus ist es stets unerlässlich, in einem Raum mit konstanten Lichtverhältnissen zu arbeiten und bei der Hardware auf die Dienste eines Profimonitors zu vertrauen. Hier sollte man nicht an der falschen Stelle sparen.

Die Erfahrung zeigt, dass viele Personen die Investitionen in die Dienste eines Spezialisten scheuen und sich lieber nach Software-Lösungen umsehen. Programme wie Adobe Creative Suit/ Cloud machen durchaus Sinn und bringen Verbesserungen. Allerdings entfalten auch diese erst ihren vollen Nutzen, wenn man zuvor das Maximum aus der eigenen Hardware herausgeholt hat.

Haben Sie noch Fragen zu einem der dargestellten Verfahren? Oder wünschen Sie sich weitere Tipps und Unterstützung bei der Umsetzung? Sind Sie als Auftraggeber auf der Suche nach einer Agentur, die den sicheren Umgang mit Farben bestens beherrscht? Dann wenden Sie sich jetzt an uns von der Agentur kaos!

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