Google wertet Seiten ohne Mobil-Optimierung ab

Thomas Nothelfer
geschrieben von: Thomas Nothelfer
am: 29. April 2015
agenturleben / allgemein, mobile, seo, social media, web

Nach einer ersten Ankündigung vor wenigen Wochen werden bei Google seit 21. April 2015 Webseiten, die sich auf Tablet-Computern und Smartphones nicht optimal darstellen lassen, schlechter im Google-Ranking eingestuft.

Ein offizieller Blog-Eintrag des Webmaster-Teams von Google verweist darauf: „Da immer mehr Menschen Mobilgeräte für den Zugriff auf das Internet verwenden, müssen sich unsere Algorithmen diesen Nutzungsgewohnheiten anpassen.“

Männchen halten Schilder, search – fotolia.com – ©Trueffelpix

Männchen halten Schilder, search – fotolia.com – ©Trueffelpix

Seit letzten Dienstag ist die „Mobilfreundlichkeit“ einer Website ein wichtiges Ranking-Kriterium. „Dieser Wechsel wird die Mobilsuche in allen Sprachen weltweit betreffen und eine signifikante Auswirkung auf unsere Suchergebnisse haben.“

Navigationselemente, die sich per Touchscreen bedienen lassen, können ein Kriterium für eine Aufwertung sein. Auch Schriftgrößen spielen dabei eine Rolle: sie dürfen nicht zu klein sein.

Elemente, die auf Mobilgeräten normalerweise nicht dargestellt werden können – wie zum Beispiel mit dem Flash-Plug-in von Adobe – werden wahrscheinlich auch zu einer Abwertung führen.

Webseitenbetreiber bekommen aber von Google die Möglichkeit, zu prüfen, ob ihr Angebot für Mobilgeräte optimiert ist. Ebenso bietet Google auch einen Leitfaden zur Optimierung der Seite an.

Es ist jedoch noch unklar, ob Seiten, die dem Mobil-Check nicht standhalten, auch bei der Google-Suche auf einem herkömmlichen Computer im Ranking nach unten gestuft werden. Auf dem Technologie-Event SMX West erklärte Google-Manager Gary Illyes, dass seines Wissens der Mobil-Check keine Auswirkungen auf die Desktopsuche haben wird. Fachleute sind jedoch der Meinung, dass eine für Mobilgeräte optimierte Webseite zu einer besseren Nutzererfahrung und dadurch indirekt zu positiven Signalen und damit besseren Rankings führen kann.

Auch die Inhalte von Apps auf der Google-Mobilplattform Android sollen, ebenfalls durch diesen neuesten Algorithmuswechsel, besser durchsuchbar werden. Manche Mobilprogramme können so eventuell in den Suchergebnissen auftauchen, falls sie einen Index haben, wenn der User sich bei Google eingeloggt und die App installiert hat. Google will sich damit der Aufgabe stellen, dass immer mehr Informationen in den Datencontainern einer App und nicht mehr unbedingt im World Wide Web liegen.

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