Blogs als Marketinginstrument – und warum sie Ihr Geld Wert sind

Joachim Obert
geschrieben von: Joachim Obert
am: 7. Dezember 2016
marketing, web

Bei der Erwähnung eines Bloggers denken Sie an jemanden, der gemütlich mit einer Tasse Kaffee vor dem Notebook sitzt und sein Hobby kinderleicht zu Geld macht? Dann sollten Sie diese Vorstellung am besten gleich korrigieren. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag, warum Bloggen für den Lebensunterhalt nicht einfach ist – und wieso sie aus diesem Grund unbedingt einen Teil Ihres Budgets für diese Autoren einplanen sollten.

 

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Ein Blog ist ein Blog?

Möchten Sie ein Blog als Marketinginstrument nutzen, ist das in der Regel eine gute Idee. Gleichzeitig sollten Sie sich jedoch vor Augen führen, dass die Unterschiede zu vermeintlich ähnlichen Kanälen teilweise eklatant ausfallen.

Beispielsweise gleicht kein Blog dem anderen: Recht verbreitete, qualitativ zweifelhafte Blogs zielen beispielsweise auf unzählige Produkttests ab. Diese Blogs finden Sie häufig im Zusammenhang mit Affiliate Marketing. Ebenfalls beliebt für „den schnellen Euro“ sind Blogs, die praktisch Content anderer Autoren aufwärmen, in anderer Form wiedergeben und auf zahlreiche Aufrufe und damit einige Klicks auf Werbebanner hoffen. Auch dies ist in der Regel nicht die Variante, die Sie für Ihr Unternehmen gewinnen möchten.

Stattdessen möchten Sie die langfristig bekannten, etablierten Blogger für sich gewinnen. Diese Personen verfügen über eine Eigenschaft, die von anderen Portalen nicht angeboten wird: Vertrauen bei ihren Lesern.

Der Wert „echter“ Blogger

Über Jahre hinweg haben sich Blogger eine Fangemeinde aufgebaut, die bereit ist, zu Zehntausenden die Beiträge des Autors oder der Autorin zu lesen. Der Leser weiß sofort, was ihn erwartet: Die Person kennt den Autor und fühlt sich mit ihm auf eine Weise verbunden, die beispielsweise über klassische Webseiten oder selbst recht zielgruppennahe Social-Media-Kanäle nicht erreicht wird. Ein deutlicher Hauch von Persönlichkeit weht durch einen Blog, der über Jahre bekannt geworden ist und dessen Autor die Leser fast persönlich zu kennen scheinen.

Es handelt sich immer um ausführlich gepflegte Blogs, die seit der Entstehung mit neuem Content versorgt werden. Das Design ist auf die Zielgruppe ausgerichtet – und gleichzeitig auf die Person des Autors – und jeder Buchstabe und jedes Komma steht an der richtigen Stelle. Denn: Hier schreibt der Blogger selbst, und Perfektion ist das oberste Gebot. Aus diesem unvergleichlich nahrhaften Boden können auch Sie als Unternehmer Kapital schlagen. Dazu müssen Sie den Blog als Marketinginstrument aber richtig behandeln – und die kaos Werbeagentur zeigt Ihnen, wie das geht.

Blogs und der Markenaufbau

Sehen Sie sich dazu die folgenden Punkt an, um zu verstehen, warum erfolgreiche Blogger auch Ihr Geld wert sind:

  1. Blogs der beschriebenen Art dienen nur selten als direkter Vertriebskanal. Kontaktieren Sie beispielsweise einen Blogger und fragen an, ob die Person ein bestimmtes, von Ihrem Unternehmen verkauftes Produkt testen würde, dürfen Sie sich davon in den seltensten Fällen direkt ansteigende Verkäufe dieses Produkts erhoffen. Es handelt sich weniger um ein Tool, um kurzfristige Umsatz- und Gewinnsteigerungen zu erzielen, als um nachhaltiges Marketing.
  2. Verstehen Sie einen Blog als Möglichkeit, die Bekanntheit Ihrer Marke zu steigern. In der Regel wird ein Blogger Ihr Unternehmen (beziehungsweise dessen Produkte oder Dienstleistungen) nur dann besprechen, wenn ohnehin eine gewisse thematische Verwandtschaft zum regulären Inhalt des Blogs besteht. Somit erhalten Sie Werbung, die praktisch ausschließlich Ihre Zielgruppe erreicht und damit so effizient wie möglich ist. Kein anderes Marketinginstrument bietet Ihnen diese Gewissheit.
  3. Blogs sind, wie bereits erwähnt, eine hochgradig individuelle Angelegenheit. Ihre Marken werden wahrscheinlich an keinem anderen Ort in einer so persönlichen (und offenen) Art und Weise angesprochen wie bei einem erfolgreichen Blog. Daraus können Sie Kapital schlagen, indem Sie ein eher distanziertes Image Ihres Unternehmens in ein zielgruppennahes, positives Licht rücken. Nicht nur für die Werbung, sondern auch für die Imagepolitur sind Blogs ein hervorragendes Mittel.
  4. Bedenken Sie außerdem: Wahrscheinlich wird der Beitrag über Ihr Unternehmen auch negative Anmerkungen enthalten, da Blogs nun einmal ein persönliches Medium sind. Akzeptieren Sie dieses Vorgehen am besten, denn: Die Leserschaft ist nicht dumm und weiß, dass es perfekte Produkte oder Marken nicht geben kann. Werten Sie negative Meinungsäußerungen daher als Mittel, um Ihren Marken Raum für Fehler zu geben – und ihnen damit Menschlichkeit und Authentizität einzuhauchen.

Üben Sie sich in Geduld

Das bereits erwähnte Vertrauen, das über viele Jahre aufgebaut wurde, wird kein Blogger für einen einmaligen Beitrag für Ihr Unternehmen aufs Spiel setzen. Stellen Sie sich erfolgreiche Blogger als exzellente Markenbotschafter vor – aber nur dann, wenn Sie sie von der Zusammenarbeit überzeugen können. Auch für höhere Beträge werden Sie keinem Blogger einen Lobgesang auf eines Ihrer Produkte abgewinnen können, wenn die Person davon nicht wirklich angetan ist. Einen guten Blogger zu finden, ist daher auch eine Frage der Geduld. Letztendlich zahlt sich das Warten jedoch aus, da Sie für Ihr Unternehmen nur die wirklich überzeugenden, hervorragenden Blogger gewinnen möchten.

Indem Sie eine innerhalb der Community etablierte Person als Blogging-Partner gewinnen, dürfen Sie sich außerdem einen gewissen Dominoeffekt versprechen: Der Beitrag wird sehr wahrscheinlich auch von anderen Bloggern gelesen und als empfehlenswert eingestuft, was Sie praktisch als kostenlose Werbung verbuchen können. Dadurch gewinnen Sie auch die Leser anderer Blogs, die Ihre Marke somit weitertragen. Verlassen Sie sich auf eine eher unbekannte Person ohne die notwendigen Verbindungen zu anderen Bloggern, bleibt dieser Effekt aus.

Budgetplanung für Ihren persönlichen Blogger

Schaffen Sie es, im Rahmen von Native-Advertising-Beiträgen mit einem Blogger zusammenzuarbeiten, sollten Sie sich ein entsprechendes Budget zurechtlegen. Wahrscheinlich wird sich eine Person, die eine sechsstellige Anzahl von Besuchern pro Monat generiert, nicht von einem Betrag in Höhe von 100 Euro überzeugen lassen. Planen Sie mit dem zehnfachen Wert und Sie gelangen in Bereiche, in denen der Blogger mit Ihnen kooperieren könnte.

Unterschätzen Sie dabei auch nicht die Arbeit der Blogger: Neben dem reinen Schreibaufwand veröffentlichen Blogger Ihre Beiträge auch bei Facebook, über Twitter und andere Social-Media-Dienste, dazu kommen vielleicht sogar YouTube in Form von Videos oder diverse Fotografie-Plattformen wie Instagram. Der Aufwand hinter einem guten Blog-Beitrag, der die Bekanntheit Ihrer Marke praktisch über Nacht drastisch steigern könnte, ist nicht zu unterschätzen. Argumentieren Sie daher keinesfalls mit Punkten à la „So viel Geld für so wenig Text?“. Das Gesamtgerüst entscheidet – und wenn Sie sich das genauer ansehen, werden Sie feststellen, dass Marketing über Blogs eine recht kostengünstige Angelegenheit ist.

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