Erfolgreiches virales Marketing: Kreative Starthilfe

Oliver Schwarz
geschrieben von: Oliver Schwarz
am: 17. Mai 2017
marketing

Virales Marketing in den Social Media ist die Lösung für kleine und mittlere Unternehmen, die ohne großes Werbebudget im Internet auf sich aufmerksam machen müssen. Oft genug misslingt dies jedoch: 91 Prozent aller viralen Spots floppen. Auch zahlreiche Werbeaktionen bei Facebook und Co. laufen allzu leicht ins Leere. Virales Marketing benötigt eine kreative Starthilfe, um zu verfangen: Die Werbung muss anders, ansprechend und doch zielgerichtet sein.

Krynica Poland - November 03, 2016 . Popular social media app isons: Twitter, LinkedIn, Facebook and other on smart phone screen close up.

Virales Marketing: Chance und Risiko zugleich

Als Beispiel dafür, wie virales Marketing funktionieren sollte, gilt in Szenekreisen das Beispiel der Geschichte des Tech-Start-Ups E-volo. Ein vierminütiges Video, das einen der Unternehmensgründer zeigt, wie er mit einem Volocopter durch die Luft fliegt, entwickelte sich auf Youtube innerhalb kürzester Zeit zu einem Riesenhit. Im Rahmen einer Crowdfunding-Aktion konnte das Start-Up innerhalb von drei Tagen 1,2 Millionen Euro einnehmen und dem Traum, Lufttaxis zu erschaffen, einen guten Schritt näherkommen.

Die Geschichte von E-volo ist ein Beispiel dafür, welche Chance das virale Marketing sein kann. Allerdings droht eben auch gegenteilige Gefahr, wie Julia Schössler, Professorin für Wirtschaftswissenschaften und Medienmanagement an der bbw Hochschule Berlin erklärt. Virales Marketing sei wie eine „Silvesterrakete“: Sie könne zünden, aber auch zum Rohrkrepierer werden. Zudem wisse man nie, wo man letztlich landen werde. Um das Risiko zu minimieren, sollte man deshalb das virale Marketing gut vorbereiten und sich an die Grundsätze halten, die sich bewährt haben.

Schritt eins: Das Seeding

Virales Marketing muss auf fruchtbaren Boden fallen. Idealerweise sollte man deshalb schon, bevor man mit der Werbeaktion beginnt, eine Community aufgebaut haben, die sich für das eigene Produkt interessiert. Der Vorgang heißt „Seeding“ („Aussähen/Pflanzen“) und gelingt beispielsweise über Foren oder Fachportale. Von zentraler Bedeutung ist es, die richtigen Multiplikatoren zu finden, welche die eigene Werbeaktion später kostenlos aus Interesse weiter verbreiten – E-volo hatte beispielsweise ein Jahr lang in einem Modellbauforum über seine Pläne berichtet und so Neugier geweckt.

Das Seeding kann allerdings auch kleiner ausfallen. Ein Pfannenhersteller hatte im Rahmen einer Online-Aktion damit Erfolg, NutzerInnen sollten Bilder mit einem der eigenen Produkte zusenden. Sie wurden so zu Botschafterinnen der Produktlinie und weckten Interesse. Das Ganze fand über Facebook statt und war vergleichbar günstig.

Schritt zwei: Virales Marketing muss Emotionen ansprechen und eine Geschichte erzählen

Virales Marketing muss anders als normale Werbung sein. Die Aktionen müssen sehr viel authentischer Emotionen wecken und eine Geschichte erzählen. Der Clip von E-volo wirkte beispielsweise deshalb derart authentisch, weil ein Freund der Start-Up-Gründer den Film kostenlos gedreht und geschnitten hat. Er wirkte in der Folge nicht professionell durchgestylt. Zudem zeigte er Männer, die ihren Traum auf einem Fluggerät, das man in dieser Form noch nicht gesehen hatte, lebten. Ein kleiner Basketball, der auf der Unterseite des Volocopters befestigt wurde, sorgte zudem für den nötigen Schuss Selbstironie: Man war offenbar darauf vorbereitet, was passieren würde, sollte sich die Flugmaschine nicht in der Luft halten können.

Ähnlich funktionierte es beim Pfannenhersteller. Erfolgsrezept war hier ein Bild, dass eine Frau im kleinen Schwarzen zeigte, die offenbar auf dem Weg zu einer Party war, aber eben noch Pasta-Wasser abgießen musste. Das Bild stand für eine Geschichte, weckte aber Empathie, weil viele Menschen eine solche Situation kennen.

Schritt drei: Virales Marketing muss zielführend sein

Wer es geschafft hat, eine Geschichte zu erzählen, Emotionen zu wecken und zudem den Boden strategisch bereitet hat, muss zu guter Letzt noch auf eine unerwartete Hürde aufpassen: Das Marketing muss natürlich zielführend auf das eigene Produkt ausgerichtet sein und trotz allem deutlich machen, dass es sich um eine Form der Werbung handelt. Als Beispiel: Das Spiel „Moorhuhnjagd“ wurde zum Riesenhit und fand Millionen von Fans. Von denen weiß allerdings kaum jemand, dass es sich eigentlich um eine Werbeaktion des Whiskey-Herstellers Johnny Walker handelte.

Benötigen Sie auch eine kreative Starthilfe für Ihre virale Marketingkampagne? Wir von der Agentur kaos verfügen über die nötige Erfahrung und die richtige Kreativität, um Ihnen die Unterstützung zu geben, die Sie brauchen. Wenden Sie sich einfach an uns!

Oliver Schwarz

Oliver Schwarz

Mediengestalter – Webdesign & Programmierung at kaos werbeagentur

schon während meiner ausbildung zum mediengestalter für digital- und printmedien beschäftigte ich mich größtenteils in meiner freizeit mit den themen webdesign & programmierung. diese gehören auch bei der kaos werbeagentur zu meinen hauptaufgaben.

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